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5. Tag

Auch das Frühstück schmeckte hervorragend und so fuhren wir frisch gestärkt am nächsten Morgen die dominikanische „Cote de Azur“ von Barahona nach Pedernales. Fast 200 Kilometer führt die Küstenstrasse zwischen Meer und der Sierra de Bahoruco entlang. Der „wilde“ Südwesten erwartete uns heute. Kaum touristisch erschlossen und somit eine der ursprünglichen Gegenden der Dominikanischen Republik. Pedernales ist Grenzstadt und heute am Montag ist Markttag. Wir schlenderten über den Markt. Von Obst und Gemüse bis hin zu Kleidung und Parfüm kann man hier alles kaufen. Die angebotene Kleidung ist oft aus Hilfsgütern und das Parfüm mit vielversprechenden Namen wie „Joop“ sind Kopien.

Pedernales ist von allen Grenzstädten mit Straßenanbindung nach Haiti die kleinste und liegt im äußersten Südwesten. Der zuständige Major der dominikanischen Militärpolizei erlaubte uns nach Anse à Pitres, dem kleinen haitianischen Grenzort zu gehen. Wie in Dajabón ist die Grenze hier ein Fluss, eher ein Bach. Über die Brücke kamen wir nach Anse à Pitres. Eine UN-Einheit ist hier stationiert und die Jungs aus Jordanien freuten sich mal weiße Gesichter zu sehen. Bei unserem Rundgang stoppte auf einmal ein Pick-Up neben uns und der Fahrer bot seine Dienste an. Die Einladung nahmen wir gerne an und kletterten auf die Ladefläche. Gut eine Stunde fuhren wir durch den Ort und an den Strand. Die Menschen sind genauso höflich wie in der Dominikanischen Republik. Vielleicht ein wenig zurückhaltender – und natürlich anderer Hautfarbe. Hier dominiert die Farbe Schwarz.

Es war gegen elf Uhr als wir Pedernales verließen. Die Temperatur war mit 35°C für diese heiße und trockene Gegend keine Seltenheit. Aber Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an. Von der Küste fuhren wir schnurstracks in die Berge der Sierra de Bahoruco.

Um das im Tagebau geförderte Bauxit abzutransportieren, baute die Alcoa-Companie eine für Schwerlastverkehr befahrbare Straße schnurgerade in die Berge hinauf. Die Bauxitvorkommen sind soweit erschöpft, das Gebiet ist mittlerweile zum Nationalpark erklärt worden.

Von Null auf fast 1.300 Meter, von Kakteenwüsten zu Feucht- und Kieferwädern, von 35°C zu 18°C in der Mittagszeit, der Kontrast den wir nun kennenlernten, war beeindruckend.

Am Ende der 40 Kilometer langen ausgebauten Strecke kommt mittlerweile ein Haus der Nationalparkverwaltung. Über einen schmalen Waldweg brauchten wir noch eine halbe Stunde im Jeep um zum „Hoyo de Pelempito“ zu kommen. Die Pelembito-Senke hat eine Fläche von 10 Kilometern und ist von bis zu 600 Meter hohen Bergen eingezäunt. Neben den traumhaften Ausblicken finden sich hier noch endemische Pflanzen und Tiere. Natur pur.

Foto: Bahia de las Aguilas
Bahia de las Aguilas © DomRepWorld.com

 

Die Cote de Azur, Haiti und der Nationalpark der Sierra de Bahoruco waren schon viele Gegensätze an einem Tag. Aber das Highlight wartete noch auf uns: Die Bahía de las Águilas.

Also fuhren wir wieder die Berge hinunter. Die Vía Panorámica Aceitiliar, wie die alte Straße des Bauxitabbaus nun genannt wird führt direkt zum Hafen vom Cabo Rojo. Ein kleiner Flugplatz, die verlassenen Lagerstätten und Hafenanlagen erinnern noch an den wirtschaftlichen Betrieb in dieser Gegend.

Entdeckertour

Östlich vom Cabo Rojo liegt die Bahía de las Águilas, die Adlerbucht. Unvorstellbar klares, türkises Wasser und weiße Strände. Der schönste, naturbelassene Strand der Dominikanischen Republik, wenn nicht sogar in der Karibik.

Das Gebiet gehört zum Nationalpark Jaragua. Der Schutz ist schwierig. Immer wieder versuchen Investoren hier Land zu erwerben um Hotelanlagen bauen zu können. Umweltschützer und Verbände haben es bisher geschafft, trotz mehrerer Regierungswechsel und Korruption, dass das Gebiet Nationalpark bleibt. Eine englische Investorengruppe kaufte nun westlich des Cabo Rojos riesige Ländereien auf, um eine Freizeitstadt zu errichten. Ob das Projekt wirklich kommt und wann, ist noch nicht ganz klar. Fest steht, dass diese „Stadt“ am Rande des Nationalparks gebaut wird, somit diesen nur indirekt betreffen würde. Auf jeden Fall ist eine touristische Erschließung von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Region.

Die Bahía de las Águilas ist das, was man sich unter karibischen Stränden vorstellt. Postkarten sind blass im Vergleich zum Original.

Wir verbrachten hier den Nachmittag. Baden, frischer Fisch, relaxen.

Bereits nach dem Marktbesuch in Pedernales hatten wir Zimmer in einem Hotel reserviert. Wir trafen dort kurz vor dem dunkel werden ein.

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