Das Naturdenkmal Miguel Domingo Fuerte gehört zum Biosphärenreservat “Jaragua-Bahoruco-Enriquillo”. Dieses wurde im Jahr 2002 von der UNESCO anerkannt und befindet sich am östlichen Ausläufer der Sierra de Bahoruco im Südwesten des Landes. Die Fläche des geschützten Gebietes beträgt 33,5 km². Die Koordinaten sind: UTM NAD27: 268419E./2004120N.

Geologie

Die geologischen Formationen des Gebietes sind äußerst komplex. Vor allem charakterisiert durch Einstürze, Karstformationen, Seen und Lagunen wie der Lago Enriquillo und Laguna Cabral oder Rincón. Die höchsten Erhebungen im Schutzgebiet sind die Berge Remigio (1.287 ü.d.M.), Pie de Polo (1.603 ü.d.M.) und Trocha de Pey (1.476 ü.d.M.).

Hydrologie

Mehrere für die Region wichtige Quellgebiete finden sich im Schutzgebiet. So zum Beispiel das Quellgebiet des Río Nizaíto, der wichtigste Fluss der Region. Die Gemeinden Polo, Paraíso, Villa Nizao, Juancho und Oviedo beziehen hier ihr Wasser. Weitere Quellflüsse sind Palomín und Bahoruco. Der erste dient zur Wasserversorgung von Barahona und der zweite, obwohl sehr kurz, fließt regelmäßig und entspringt auf über 1.000 ü.d.M. zwischen den Bergen Remigio und Pie de Palo.

Klima

Die unterschiedlichen Klimazonen sind verantwortlich dafür, dass die Niederschläge und Temperaturen stark variieren. Jährlich fallen zwischen 800 mm und 2.000 mm Niederschlag. Auch die Temperaturen schwanken zwischen 15°C im Winter und 27°C im Sommer. Der Durchschnittswert liegt bei 21°C.

Vegetation

Im Schutzgebiet existiert ein ganz spezielles Ökosystem mit unterschiedlichen Vegetationszonen. Feuchtwälder finden sich auf 500 ü.d.M. bis 1.500 ü.d.M. Neben den Primär- und Sekundärwäldern finden sich in den Höhenlagen noch Nebelwälder. Eine spezieller Wald ist der Manacla Wald, welcher den Namen durch die endemische Bergpalme (Manacla, Prestoea montana) erhalten hat.

Naturdenkmal Miguel Domingo Fuerte

Flora

Miguel Domingo Fuerte ist wegen seiner biologischen Vielfalt eines der bedeutesten Schutzgebiete auf der Insel Hispaniola und ist durch den hohen Grad an endemischen Pflanzen absolut schützenswert. Neben den endemischen Ebenholzbäumen mit seinem wertvollen Holz (Ébano verde, Magnolia pallescens und Ébano, Magnolia hamori) findet sich die Hispaniola Kiefer (Pino Criollo, Pinus occidentalis). Erwähnenswert sind auch der Ameisenbaum (Yagrumo, Cecropia peltata) und viele Orchideen und Orchideengewächse (Orquídea, Tetramicra sp.)

Fauna

Der Schlitzrüssler (Solenodonte, Solenodon paradoxus), endemischer Insektenfresser und der Zaguti, (Hutía, Plagiodontia aedium) endemisches Nagetier, sind so gut wie ausgestorben. Mit viel Glück können sie jedoch noch beobachtet werden. Reptilien, Echsen und Fledermäuse nutzen wie die Vögel die Gegend als Rückzugsgebiet. Viele Zugvögel besuchen das Gebiet im Winter. 25% der in der Dominikanische Republik vorkommenden Vogelarten finden sich im Schutzgebiet. Von den 31 endemischen Vogelarten sind 29 schon angetroffen worden. Ernsthaft bedroht sind u.a. der Rosentrogon (Papagayo, Priotelus roseigaster), die Haitiamazone (Cotorra, Amazona ventralis), der Dominikanerkuckuck (Cúa, Hyetornis rufigularis), der Hispaniolaolivtyrann (Maroita canosa, Elaenia fallax) und die Westschmätzertangare (Chirrí de Bahoruco, Calyptophilus tertius).

Infos zum Naturdenkmal Miguel Domingo Fuerte

Benannt nach Miguel Domingo Fuerte. 1871 in Saragosa geboren war Fuerte 17 Jahre Botaniker und Pfarrer in Barahona. Seine Leidenschaft war die Flora und Geologie der Sierra de Bahoruco. Seine Aufzeichnungen sind von unschätzbarem Wert. Miguel Domingo Fuerte verstarb 1926.

Individuelle Anreise zum Naturdenkmal Miguel Domingo Fuerte

Das geschützte Gebiet befindet sich im Osten der Sierra de Bahoruco in der Gemeinde Cachote. Um das Gebiet zu besuchen gibt es mehrere Möglichkeiten: Vom Osten aus gibt es eine Strasse von Paraiso in das Bergdorf Cachote und von Cabral (westlich von Barahona) fährt man bis in den Ort Polo und von dort dann nach Cachote. Für beide Stecken ist ein Allrad-Jeep erforderlich.

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