Guaguas und Taxi Públicos

[vc_row][vc_column][vc_column_text] Der Verkehr in der Dominikanischen Republik funktioniert ein wenig anders als in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Es gibt zwar schon gesetzlich geregelte Verkehrsregeln, aber es gelten fast nur ungeschriebenen Gesetze. [/vc_column_text][td_block_ad_box spot_id=“custom_ad_1″ spot_title=“Werbung“][vc_column_text]

Nicht, dass du bei deinem Besuch in der Dominikanischen Republik so fährst, wie du es gerne möchtest. Bitte beachte die Verkehrsregeln und die Gesetze! Auch ist der Artikel zur Information gedacht und beschreibt meine eigene Erfahrungen. Wenn ich das nicht dazu schreibe, kriege ich hinterher vielleicht noch eine Anzeige …

Die ungeschriebenen Gesetze lauten (meine persönliche Meinung):

  1. Die Größe des Fahrzeugs entscheidet über das Vorfahrtsrecht. Je größer um so mehr Rechte.
  2. Die offizielle Null-Promille-Grenze: der beste Autofahrer ist der, der morgens um 10:00 Uhr schon die erste Flasche – kein Wasser, sondern Rum – hinter sich hat.
  3. Die Führerscheinpflicht: 80% der fahrenden Bevölkerung hat keinen, und die anderen 20% haben ihn gekauft.
  4. Sonntags ist Familientag. Man fährt an die Strände. Der Pick-Up oder LKW sind vollgeladen mit der Familie. Es wird gefeiert und getrunken. Nachmittags um vier kann der Papa das Fahrzeug dann nicht mehr steuern, da er drei Flaschen Rum getrunken hat. Aber der Sohnemann, er ist zwölf und hat es bereits auf eine halbe Flasche Rum an diesem Sonntag gebracht, schafft es, den LKW mit der Familie sicher nach Hause zu bugsieren.

Das Genialste was ich je gesehen habe: Ein uralter 7,5 Tonnen LKW, absolut überladen mit Kokosnüssen, quetscht sich durch die vollgestopften Strassen von Las Terrenas. Die Hupe war zu hören, nur der vielleicht zwölfjährige Junge hinter dem Steuer war nur zu erahnen. Man sah ein Augenpaar übers Lenkrad schielen …

Vor wenigen Jahren stand auch die Polizei noch an der Strasse und „kassierte“ fleißig. An fast jedem Ortsein und -ausgang standen sie. Fast auch immer am Freitag, man benötigte ein wenig Geld fürs Wochenende, und am Montag, man hatte alles ausgegeben.

Es hatte schier Vorteile, wenn man die Jungs kannte: Rote Ampeln, zu schnelles Fahren, Alkohol und so weiter waren kein Problem mehr.

Heute wird schon ein wenig mehr auf die Ordnung im Straßenverkehr geachtet. Vor allem in den Großstädten. An ersten Stelle steht Santo Domingo: verbotenes Abbiegen, rote Ampeln, Telefonieren, den Gurt nicht benutzen und zu schnelles Fahren werden mit sofortigen, saftigen Bußgeldern bestraft.

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Motoconchos – Motorradtaxis

Die Motorconchos sind Motorradtaxis. Überall, und wirklich an jeder Ecke sind sie anzutreffen. Sie fahren hinter dir her und hupen, dass einem fast die Trommelfelle platzen. Manchmal ist es etwas nervig, aber überwiegend ist die Freude groß, diese Hupe zu vernehmen. Man braucht nicht zu laufen. Die Kurzstrecke kostet nur fünf Peso. Wenn es recht zügig gehen soll das Doppelte.

[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_single_image image=“12874″ img_size=“full“ alignment=“center“][vc_column_text] Wie nach Sonnenuntergang. Auch dann kostet die Fahrt das Doppelte. Das ist dann die Gefahrenzulage, äh die Nachtzulage. Auch wird mit diesen Motoconchos nicht nur ein Person, sondern bis zu vier! zahlenden Erwachsenen Gästen transportiert. Lebende Tiere, Gasflaschen, Eisenstangen bis hin zu Särgen, quer versteht sich, auf der Rücksitzbank findet alles seinen Platz. Diese Taxis sollte man aber nur auf den Kurzstrecken, dass heißt in den Ortschaften benutzten.

Guaguas – Taxi público

Zwischen den Ortschaften und auf weiteren Strecken gibt es dann die sogenannten Guaguas. Das sind die öffentlichen Busse. In klein, in groß, in PKW-Form, Pick-Up’s und LKW’s. Alles dies wird je nach Landesgegend zur Personenbeförderung und als Lasttransporte eingesetzt. Die Fahrpreise sind genauso günstig wie die der Motoconchos, nur, es ist natürlich noch viel mehr Platz in diesen Transportmitteln. Meine Erfahrung in einem Guagua in Santo Domingo war es, in einem Minibus mit offiziell 9 Sitzplätzen Platz nehmen zu dürfen, obwohl schon 16 Personen drin saßen. Man machte mir Platz, setzte mich bei der Großmutter auf den Schoss. Da Frauen und Kinder immer ein Anrecht auf einen Sitzplatz haben, kam ich in die obere Reihe und weiter ging die Fahrt. Das Interessante war, dass mir von hinten dauernd der mitgeführte Hahn über die Schulter schielte. [/vc_column_text][vc_single_image image=“12875″ img_size=“full“ alignment=“center“][vc_column_text]

Auf einmal bremste der Fahrer abrupt ab, da am Straßenrand eine Gruppe von Leuten stand die winkend auf sich aufmerksam machten. Ich glaubte meinen Augen nicht, als diese Gruppe von sieben Personen sich so nach und nach noch in den Bus quetschte.

Mittlerweile hing dann nicht nur noch der Kassierer aus der offenen Seitentüre, sondern auch noch zwei der zahlenden Fahrgäste. Den Fahrer erkannte ich schon nicht mehr, da er eingequetscht zwischen der Türe und vier Fahrgästen, versuchte den Bus durch das Verkehrschaos dieser Millionenstadt zu lenken. Auch war der Bus nicht gerade das Neuste was auf dem Automarkt zu erwerben ist.

Nicht eine einzige Scheibe war vorhanden. Ausnahme die Frontscheibe, die aber durch Kugeln oder Steine ziemlich zerrissen und zerlöchert war. Besser sahen die Sitzgelegenheiten und der Fahrzeugboden auch nicht aus. Ob außen oder innen, der Bus war eine einzige Beule mit Lochmuster. Ich hoffte nur, dass der Rost unter meinen Füßen nicht nachgibt. Ich hatte nur noch das Bedürfnis diesen Bus zu verlassen. Die Frage war nur, wie sollte ich mich bemerkbar machen. Der Kassettenrecorder und die Musikboxen waren meiner Meinung das einzige was funktionierte, wahrscheinlich nagelneu.

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Die Merengue-Musik übertönt alles. Dann war die Hälfte der Fahrgäste mit Singen beschäftigt und die andere Hälfte mit der Bewegung der Hüften, Arme und Beinen im Takt der echt tollen Musik. Mir kam es so vor, als ob der Bus selbst im Takt mitschwang.

Die nächste Vollbremsung, ich nutzte die Gelegenheit und klopfte so laut es ging an das Dach um mich bemerkbar zu machen, was wie ein Wunder wirkte. Der Kassierer und die vor mir sitzenden Fahrgäste blickten mich an. Der halbe Bus stieg aus und ich ergriff schleunigst die Gelegenheit dem hinter mir schreienden Hahn zu entkommen. Es war mein erstes Erlebnis in einem Guagua.

Bis auf 30! Personen zählte ich schon in einem Neun-Sitzer-Minibus. Normalerweise winke ich heute die vollen Busse oder PKW’s weiter und warte auf den nächsten.

Für die weiteren Strecken benutzte ich komfortable Überlandbusse mit Klimaanlage, Video und ganz wichtig, festen Haltestellen und Ticketverkauf, so dass keine Überbuchung entstehen kann.

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