Fair Reisen konnte man schon immer. Auch in die Dominikanischen Republik. Teilweise zumindest und derjenige, der es gerne wollte. Im Jahre 2005 ist dann der Begriff „Fair Reisen“ entstanden. Tourismus ist sehr doppeldeutig. Aktivitäten im Tourismus können ganze Länder, Regionen und ihre Menschen verändern, teils sogar zerstören. Tourismus kann aber auch neue Perspektiven schaffen und kann wesentlich dazu beitragen, bedrohte Natur- und Kulturlandschaften zu erhalten.

In der Dominikanischen Republik ist der Tourismus die Einnahmequelle No.1 und so für die weitere wirtschaftliche Entwicklung unerlässlich. Ein wenig „Fairer“ könnte sich die Tourismusindustrie verhalten…

Wie ist der Begriff „Fair Reisen“ entstanden?

Entstanden ist der Begriff „Faires Reisen“ aus dem Begriff „Fair Trade“, zu deutsch, dem Fairen Handel. Fairer Handel wird auch als kontrollierter Handel bezeichnet. Die Erzeuger, die vom Fairen Handel profitieren sollen, sitzen in der Regel in Entwicklungsländern. Ihnen soll bei diese Art des Handels ein festgelegter Mindestpreis garantiert werden. Aber es geht nicht nur um den Preis der Produkte, sondern auch um die Einhaltung von vorgeschriebenen Umwelt- und Sozialstandards. Darüber hinaus soll versucht werden eine partnerschaftliche Beziehung zwischen den Händlern und Produzenten aufgebaut zu werden.

Weiterführende Informationen zu „Fair Reisen“ findest Du hier:

Was heißt nun Fair-Reisen?

Kurz auf einen Nenner gebracht, möchte „Fair Reisen“ einen gerechten Austausch herstellen zwischen allen beteiligten Akteuren rund um die Aktivitäten im Tourismus.

Wie verhält es sich in der Dominikanischen Republik?

Auf „faire Art“ in der Dominikanischen Republik Urlaub zu machen ist gar nicht so einfach. Die großen Hotelketten sind vielfach in ausländischer Hand. So kommt das große Stück vom Kuchen erst gar nicht ins Land: Die ausländischen Touristikfirmen, Reiseveranstalter, Hotelketten und auch die Fluggesellschaften teilen die größten Umsätze unter sich auf. Wenn neue Hotelanlagen gebaut oder ältere renoviert werden, werden anstatt dominikanische Arbeiter, haitianische eingesetzt. Die sind billiger. Es ist auch schon vorgekommen, dass Familien für groß angelegte Bauprojekte einfach enteignet wurden. In manchen Gegenden des Landes gibt es Wassermangel. Die Luxusresorts mit ihren riesigen Pools und Golfplätzen verschwenden Wasser ohne Ende.

An die Arbeitszeiten der Hotelangestellten möchte ich gar nicht erst denken: Bis zu 12 Stunden täglich, mit kurzer Pause und Übernachtung in Hotelunterkünften. Teilweise schlechte Versorgung und während der Arbeitszeit darf in manchen Resorts noch nicht mal Wasser getrunken werden.

Wo ich noch Abstriche machen muss, ist auf meinen Webseiten mit Reise- und Urlaubsbuchungen. Hier biete auch ich die großen deutschen Veranstalter an. Aber ich mache auf diesen Webseiten zumindest keinerlei Werbung für „Fairen Tourismus“.

Das Geschäft mit den Auszeichnungen!

Anders sieht es da schon auf der Webseite eines großen deutschen Reiseveranstalters aus. Dieser wird bei TourCert, einer gemeinnützigen Gesellschaft für die Zertifizierung im Tourismus, geführt. TourCert vergibt das CSR-Siegel „CSR TOURISM“ an Tourismusunternehmen und wird von der DBU, der deutschen Bundesstiftung für Umwelt, gefördert. Wahrscheinlich hat man bei diesem Reiseveranstalter ganz vergessen, dass es in der Dominikanischen Republik Gesetze gibt. Jeder ausländische Reiseveranstalter benötigt hier vor Ort eine sogenannte Incominig-Agentur, die die Abwicklung und Betreuung der Urlaubsgäste übernimmt, oder man hat den Hauptsitz hier. Das ist erfüllt! Darüber hinaus dürfen nicht im Land ansässige und ausgebildete Reisebegleiter (Also die Menschen, die dann den Gästen über Land und Leute was erzählen sollen.) nicht alleine mit den Gästen unterwegs sein, sondern der Reiseveranstalter muss zumindest noch einen ausgebildeten dominikanischen oder hier lebenden ausländischen Guide mitschicken. Das macht er nicht. Warum? Keine Ahnung!!! Gute Tourguides haben wir hier genug. OK, jetzt werde ich es mir mit dem ein oder anderen verdorben haben, aber es gibt Dinge, die ich nicht akzeptieren kann und auch nicht werde. Wenn dieser ausländische Guide zumindest hier nicht den Macker spielen würde, sondern sich wie einer von uns verhalten würde, würde ich mich bestimmt nicht aufregen. Niemand ist unfehlbar und erst recht ich nicht.

Wie wir uns auf unseren Touren verhalten?

Die Dominikaner, die uns auf unserem Weg begegnen, mit denen wir arbeiten, die wir unseren Gästen vorstellen, diese und alle anderen Dominikaner, als gleichwertige Menschen zu sehen und auch so zu behandeln! Jeder Dominikaner sieht, dass man ein Ausländer ist, aber man muss es nicht auch noch raus hängen lassen, überheblich und herablassend sein und laut denken, dass 5 Peso Trinkgeld einfach schon zu viel seien. Von einem Händedruck und ehrlichen Danke mal ganz abgesehen.

Wie gesagt, Tourismus ist die größte Industrie und auf Gütesiegel, Zertifikate oder Bewertungen gebe ich schon lange nichts mehr.

Was kannst du tun um „Fair“ in die Dominikanische Republik zu reisen?

Da gibt es viele, viele Möglichkeiten.

Egal, ob du eine Pauschalreise buchst oder individuell in der Dominikanischen Republik Urlaub machst, erkundige dich im Reisebüro nach „Fair Reise Angeboten“ und vor allem gebe dein Geld vor Ort aus 🙂 .

„Sehr witzig! Das mache ich schon zur Genüge.“

Das glaube ich dir. Die Dominikanische Republik ist nicht gerade günstig. Aber, oft gibst du dein Geld einfach an der falschen Stelle aus. Sorry, aber es ist so. Probiere doch mal die nachfolgenden Möglichkeiten, um einzukaufen oder dein Geld auszugeben. Du wirst sehen, nebenbei sparst du sogar noch Geld und unterstützt den Teil der dominikanischen Bevölkerung, der normalerweise nicht soviel vom Tourismus hat.

  • Kaufe Zigaretten und Rum im Ort und nicht im Hotel oder schnell noch am Flughafen im Duty-Free-Shop. Es gibt so viele kleine Geschäfte, die sich über Umsatz freuen. Und günstiger ist es allemal.
  • Auf Touren einfach mal den Guide bitten, am nächsten Obststand anzuhalten. (Normalerweise werden immer die selben Souvenirläden und Geschäfte angefahren).
  • Gehe alleine einkaufen. Die Besuche von Souvenirläden sind ja ok und die Preise unterscheiden sich in den verschiedenen Läden nicht wirklich. Handeln solltest du ja sowieso. Nach dem Besuch der Gruppe zahlt der Ladenbesitzer dann immer noch Prozente an den Guide. Wenn du nun in einen anderen Laden gehst, dann braucht der Ladenbesitzer das nicht und gibt dir entweder ein paar Prozente mehr oder freut sich einfach nur, dass er mal etwas verdient hat. Die Gruppen gehen immer in die selben Shops und die anderen bleiben auf der Strecke.
  • Gehe doch mal zum Essen in ein typisches dominikanisches Restaurant.
  • Kaufe auch den Souvenirhändlern am Strand mal etwas ab. Auch wenn sie nerven!
  • Kaufe unterwegs mal etwas in den kleinen „Colmados“. Das sind die typisch dominikanischen Tante Emma Läden. Die gibt es an jeder Ecke.
  • Vergesse das Trinkgeld für Fahrer, auch Taxifahrer, Portiers, Kapitäne, Kofferträger, Guides und Zimmermädchen nicht. Generell leben die Beschäftigten hier vom Trinkgeld.
  • Du möchtest Kleidung mitbringen? Lasse es und kaufe diese hier vor Ort. So kannst du eine Freude machen und hilfst gleichzeitig.
  • Genauso ist es mit Werbegeschenken, die du mal von irgendeiner Firma erhalten hast. Sicherlich freuen wir uns hier über Kugelschreiber und die kleine Aufmerksamkeiten, die du mitbringst. Aber auch in Deutschland werden sich bestimmt viele Personen über diese Geschenke freuen. Auch hier wieder, gehe in den nächsten Colmado und kaufe Stifte, Hefte, Zahnpasta oder einfach Dinge des täglichen Bedarfs und schenke uns diese. Und wieder hast du „fair“ gehandelt:

Du hast deinen Teil zu einem „Fairen Tourismus“ beigetragen.

Alle reden von „fairen Tourismus“. Den „Großen Touristikern“ wäre es ein leichtes, dieses umzusetzen. Die „Arbeit“ der Umsetzung bleibt aber wieder mal am „Kleinen Touristiker“, an dir, am Urlauber hängen.

Aber es wäre schön, wenn du im Rahmen deiner persönlichen Lebensphilosophie und Möglichkeiten, einen Beitrag für einen fairen Tourismus hier in der Dominikanischen Republik beisteuern könntest.

Ratgeber „Individuelles Reisen“ in der Dominikanische Republik.

Handbuch mit Tipps für Urlaub und Reisen auf eigene Faust in der Dominikanischen Republik. Hier findest du mehr Infos zum Ratgeber Individuelles Reisen.

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