Los Haitises

Höhlen & Grotten Los Haitises

Natürliche Höhlen entstehen vor allem durch die chemische und mechanische Tätigkeit von kohlensäurehaltigem Wasser. Weitere Höhlen sind Brandungshöhlen, bei denen Felsklippen von der Meeresbrandung unterspült werden. Die Höhlenbildung in Kalkgesteinen kann landschaftsformend wirken.
Karstlandschaften sind trocken und vegetationsarm. In tropischen Breiten können jedoch durch hohe Niederschlagsmengen mehrere unterschiedliche Vegetationsformen entstehen.

Höhle San Gabriel Los Haitises

Durch Verkarstung entstehen Oberflächenformen wie Trockentäler oder als Kleinstformen Furchen und Rinnen. Unterirdisch bilden sich Höhlen, die in den Karstlandschaften oftmals untereinander zu Höhlensystemen verbunden sind. Diese leiten das oberirdische Wasser ab, so dass ein unterirdisches Flusssystem entstehen kann. In Karstquellen tritt dieses Wasser wieder zutage. Einstürzende Höhlen hinterlassen an der Oberfläche oft typische, rundliche, trichterförmige Vertiefungen, sogenannte Dolinen.

In Tropfsteinhöhlen bilden sich durch die Ausscheidung von Kalkstein aus dem abtropfenden Wasser Stalaktiten, die wie Eiszapfen vom Dach der Höhle hängen, und Stalagmiten, die ihnen vom Boden aus nach oben entgegen wachsen. Unter Umständen können Stalaktiten und Stalagmiten in der Mitte zu einer Säule zusammenwachsen.

Wegen des fehlenden Sonnenlichts sind Pilze die einzigen Pflanzen, die im Inneren der Höhlen gedeihen. Pflanzen und Tiere haben sich im Lauf der Evolution an ein Leben in Höhlen angepaßt. In der Regel leben diese Organismen in der Nähe des Höhleneinganges, aber manche Arten dringen auch bis in die Tiefen vor.

Viele Höhlenbewohner finden ihr Futter – Kleinstlebewesen und verfaulende organische Stoffe – im Wasser, welches von außen in die Höhle dringt.

Mangroven

Die Stelzwurzeln bilden Fallen, in welchen sich Nährstoffe und Segmente verfangen. Ein hervorragendes Ecosystem. Mehr als 50 verschiedene Fischarten nutzen dieses Gebiet zum Laichen.

Los Haitises ist das größte Mießmuschelgebiet der Karibik. Auch die Fortpflanzung der Mangroven ist sehr spezifisch. Der Unterschied zu anderen
Oberwasserpflanzen besteht in der Ausbildung eines Keimlings innerhalb der Frucht. Diese Frucht produziert einen Setzling. Dieser hängt an den Ästen der Mutterpflanze und wird von dieser bis zur Unabhängigkeit ernährt.
Die Mangrove ist eine Vegetationsform von großer Wichtigkeit für das gesamte Gebiet. Dieses Ökosystem ist sehr produktiv und sichert ein beständiges Wachstum.

Mangroven leben fast ausschließlich im Süß-Salzwasser-Gemisch, an Flussmündungen und durch das Karstgestein begünstigt. Mittels der Meeresarme nutzen viele Fischarten das Mangrovengebiet. Vor allem der Pargo und die Lisa, beide von hohem kommerziellen Interesse.

Die Bucht von Samaná ist eines der wichtigsten Fischfanggründe des Landes. Ein Grund mehr, um das Mangrovengebiet zu schützen, den dort ist es, wo
die Fische laichen, und somit für einen regelmäßigen Bestand sorgen. An der Küste der Bucht von Samaná befindet sich das ausgedehnteste Mangrovengebiet der Karibik. Mit über 8.500 Hektar hätte das Verschwinden dieses Gebietes eine Zerstörung des Biorhythmus zur Folge, was sich auch auf die kommerziellen Fischfangaktivitäten des Landes auswirken würde.

Alle vier im Land vorkommenden Mangrovenarten sind in Los Haitises vorhanden.

Wasserpflanzen

Ein anderes Ökosystem im Küstengebiet des Nationalparks sind die verschiedenen Wasserpflanzen, vor allem die Seegras-Gründe. Mit seinen unzähligen Buchten ist Los Haitises der perfekte Zufluchtsort für die Seekuh (Manatí). Dieses Säugetier findet sich nur noch ganz selten an den dominikanischen Küsten.

Wasserpflanzen Los Haitises

Aufzeichnungen über das Vorhandensein gibt es seit der Kolonialzeit. Die Seekühe lieben das Küstengebiet durch das Vorhandensein der Gräser. Die Thalassia gehört zu den Lieblingsspeisen dieser Tiere.