Direkt an der Costa Sur, 18 Kilometer von Barahona entfernt befindet sich das Dorf La Ciénaga. La Ciénaga heißt übersetzt “der Sumpf”. Das Dorf wurde in einem Sumpf- und Feuchtgebiet zwischen den Bergen und dem Karibischen Meer gegründet. Die Koordinaten sind: 18° 0’ 68.76”, 71° 1’ 08.07”

Geschichte:

1863 von drei spanischen Einwanderfamilien gegründet. Während der spanischen Besatzung zogen die Familien aus Azúa und Cabral in Richtung haitianischer Grenze und blieben im heutigen La Ciénaga hängen. “Der Sumpf”, so wie das Dorf übersetzt heißt, befindet sich am Osthang der Sierra de Bahoruco. Edelhölzer wie Mahagoni und Eiche wuchsen neben vielen Fruchtbäumen an den Berghängen. Die Flüsse, fruchtbarer Boden und die Nähe zum Meer taten ein übriges um die Familien bleiben zulassen.

Kultur:

In La Ciénaga werden die Traditionen mit Liebe weitergegeben. Die Cienagueros sagen nämlich, dass nur Wissen und die Wertschätzung des kulturellen Reichtums in der Lage sein werden, in einer globalisierten Welt zu transzendieren.

Die Kenntnis und Anwendung von Heilpflanzen, dem Karneval, typischen Gebräuchen, mündlichen Überlieferungen, Legenden von Hexen und Heilern, sind nur einige der kulturellen Merkmale, die die Cienagueros zu einzigartigen und besonderen Menschen machen.

Kultur in La Cienaga
Foto © Guanaba.net

Daten und Fakten

La Ciénaga heißt übersetzt “der Sumpf”. Das Dorf wurde in einem Sumpf- und Feuchtgebiet zwischen den Bergen und dem Karibischen Meer gegründet. Noch heute steht nach starken Regenfällen der Baseballplatz unter Wasser.

Die Regenzeit ist von April bis Juli und von November bis Dezember, mit einer durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge zwischen 655 mm und 2.500 mm Niederschlag in den höheren Bereichen (Cachote). Die durchschnittliche Temperatur liegt zwischen 35 und 24 Grad Celsius.

Die Gemeinde La Ciénaga zählt 7.715 Einwohner. Davon sind 3.560 Frauen und 4.155 Männer. In den Bergen rund um La Ciénaga leben viele Haitianer. Diese arbeiten auf den landwirtschaftlichen Plantagen. Die Haitianer sind geduldet. Aufzeichnungen über die Anzahl gibt es nicht.

75% der Haushalte leben in Armut, 36% sogar in extremer Armut. Die größte soziale Benachteiligung sind der Mangel an Arbeitsplätzen und soziales Kapital.

Die meisten Familien haben landwirtschaftlichen Flächen in den Bergen. Hier werden Kaffee, Yams, Mais, Bohnen, Maniok, Avocado, Zitronen, Oran­gen, Mango, Guave, Passionsfrucht, etc. angebaut.

Es gibt keine etablierten Verkaufskanäle für die Produkte, sondern es ist der informelle Verkauf in Lebensmittelgeschäften und an der Ecke oder auf dem Markt in Barahona. Gelegentlich und ohne Garantie kaufen Lkw-Händler die Produktionen auf.

In La Ciénaga gibt es ein Kooperative welche neben handgemachter Marmelade auch Schmuck verkauft und Touren anbietet.

Anreise

Von Barahona fahren Guaguas nach La Ciénaga. Alle 30 Minuten fahren diese von der Busstation in der Calle Padre Billini, Ecke Calle Colón ab. Der erste Bus fährt um 8:30 Uhr und der letzte um 18:00 Uhr.

Guaguas sind kleine Busse ohne Klimaanlage, meist in einem nicht so guten Zustand, aber es ist eine gute Gelegenheit um die Mentalität und Freundlichkeit der Bevölkerung im Südwesten kennen zu lernen.

Der Südwesten“, Reiseführer Dominikanische Republik.

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