Die Dominikanische Republik ist für viele Menschen das Urlaubsparadies schlechthin. Für viele sogar zur Wahlheimat geworden. Wie bei mir ja auch. Aber lese mal den folgenden Beitrag. Genial! Da will ich auch noch überall hin…

Endlose Sandstrände, azurblaues Meer und ein Hauch von „Black Pearl“ – in der Karibik kann man noch träumen. Die Inselgruppe nördlich des Äquators lockt Jahr für Jahr Abenteuerlustige und Freiheitsliebende, die sich Urlaub vom eigenen Leben nehmen und eine Zeit lang auf den Rum-beschwipsten Spuren Captain Jack Sparrows wandeln möchten. Was das Freiheitsgefühl mit den Menschen hier zu tun hat und welche Besonderheiten man auf keinen Fall verpassen sollte, kann am besten jemand beurteilen, der hier nicht nur Urlaub gemacht, sondern auch gelebt hat: Der deutsche Künstler Lovis Ostenrik hat die schönsten Orte mit seiner Kamera festgehalten – und bei Blog.expedia vor kurzem darüber berichtet, was die Karibik für ihn so besonders macht. Leben wo andere Urlaub machen, CC, BY-SA-ND © Expedia

Leben, wo andere Urlaub machen

Der ausgebildete Schauspieler, der durch eine Assistenzstelle bei Regisseur Robert Wilson vor sechs Jahren seine Liebe für die Fotografie entdeckte, kam durch ein Engagement auf die US-Virgin Islands – und blieb für zwei Jahre. Diese Zeit nutzte er, um seine Lieblingsorte für die Ewigkeit einzufangen und sich ein eigenes Bild von dem Ort zu machen, der für viele Menschen der Inbegriff von „Freiheit“ ist.

Eine Region – viele Mentalitäten

Die vielen kleinen und größeren Inseln, die in der Karibik gelegen sind, unterscheiden sich zum Teil sehr voneinander, da sie alle historisch unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt waren. Dies gilt nicht nur für soziale und kulturelle Strukturen, sondern auch für die jeweiligen Währungen. Landessprachen sind u.a. Spanisch, Englisch, Niederländisch, Kreolisch und Französisch. Sogar in der Infrastruktur gibt es erhebliche Unterschiede und manche Inseln sind deutlich weniger umfangreich erschlossen als andere. „Auf den US-Virgin Islands findet sich viel Bekanntes. Wohingegen Inseln wie Dominica weniger erschlossen und teilweise unwegsamer wirken. Dennoch sind alle in einzigartiger Weise sehr reizvoll.“

Ich bin dann mal „off“ – Entschläunigt durch den Alltag

Für den deutschen ist die Lebenseinstellung in der Karibik besonders bemerkenswert, denn die Einwohner hier begegnen dem Leben mit Gelassenheit und Ruhe, obwohl ihre Welt längst nicht so traumhaft ist, wie sie den Besuchern häufig erscheint:

Da die Region in erster Linie vom Tourismus und der Ausbeutung ihrer Rohstoffvorkommen abhängig ist, unterliegen die Lebensbedingungen den Schwankungen des Weltmarktes, was sich in einer relativ hohen Armutsrate spiegelt.

Tanzende Kindergruppe, CC, BY © Expedia

 

Nichtsdestotrotz fällt ihnen das Lächeln häufig leichter als denen, denen es eigentlich besser geht. Ostenrik erzählt von einem Erlebnis mit einer Gruppe spielender Kinder am Strand von Domenica, das ihm diesen Unterschied sehr deutlich machte: Als er sie fotografierte, rechnete er eigentlich damit, dass sie neugierig oder verschreckt auf ihn und seine Kamera reagieren würden: „Sie haben aber einfach weitergespielt, teilweise Blickkontakt aufgenommen. Die Gruppe hat mich total respektiert indem was ich tue, ohne das als Aufforderung zu sehen sich affektiert zu verhalten. Das war insgesamt eine Stunde in der eine sehr interessante Art von Kommunikation stattgefunden hat[.]“

Unterwegs im Atlantik – die schönsten Inseln der Karibik

Nach nunmehr zwei Jahren, die er hier gelebt hat, kennt Ostenrik natürlich auch die schönsten Inseln.

Karibischer Strand, Flickr, BY © trishhartmann

Dazu zählen für ihn u.a.:

  • Dominica liegt in der östlichen Karibik und bekannt vor allem für ihre unberührte Natur und ihre schwarzen Vulkangestein-Strände; die Insel gehört zu den Kleinen Antillen.
  • Ebenfalls zu den Kleinen Antillen zählt St. Lucia im westindischen Bereich der Karibik; die Vulkangebiete der Insel zählen zum UNESCO-Weltkulturerbe.
  • Virgin Gorda, drittgrößte der britischen Jungferninseln, gehört zu den weniger erschlossenen Inseln der Karibik und besticht durch ungewöhnliche Granitformationen, „die zum Meer hin offene Grotten bilden“:

„Ungewöhnliche Steine an den Stränden bieten eine atemberaubende Optik.“

Dominica – ein Hauch von Piratengold

Die Insel Dominica ist dem Fotografen ganz besonders ans Herzen gewachsen; wem in der Karibik der Sinn nicht unbedingt nach Abenteuer steht, der kann hier ohne Weiteres zwei „entspannte Wochen am Stück verbringen“, so Ostenrik.

Karibischer Sonnenuntergang, CC, BY-SA © Expedia

Dominica gilt als artenreichste Insel in der Karibik und hat sogar Hollywood-Erfahrung vorzuweisen: Laut Ostenrik ist hier eine ganze Szene mit Johnny Depp als ‚Captain Jack Sparrow‘ gedreht worden. 

Urlaub von der Dominikanischen Republik

Als mir der Artikel eingereicht wurde, ich ihn gelesen hatte, sagte ich zu mir: „Mensch, ich bin „urlaubsreif“. Vielleicht kaum verständlich für dich als Leser, wenn du nicht jeden Tag den Strand vor der Haustüre hast und deinen Urlaub gerne an karibischen oder atlantischen Traumstränden verbringst. Du magst keinen Strandurlaub, sondern lieber Urlaub in den Bergen? Wir haben hier in der Dom. Republik die höchsten Berge der Karibik. Der Pico Duarte ist 3.098m hoch. Auch findest du hier den tiefsten Punkt der Karibik. Der Salzsee Lago Enriquillo befindet sich bis zu 40 Meter unter dem Meeresspiegel. Und von den 1.500 km Stränden wollen wir gar nicht erst reden… Wir haben hier (fast) alles, was die Karibik bieten kann. Da stellt sich dann für unsereins, der in diesem Paradies lebt, doch ab und an die Frage, wo man Urlaub macht. Meine Entscheidung ist jetzt gefallen: Inselhüpfen in der Karibik…