Ambafil – Haitianische Zuckerrohrarbeiter

[vc_row][vc_column][vc_column_text] Die dominikanische Zuckerrohrproduktion begann sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wieder zu beleben. Dies begann nach dem Ausbruch des Bürgerkrieges 1868 in Kuba, bis dahin größter Zuckerproduzent der Karibik. Die neuen Besitzer der Zuckerfabriken waren in erster Linie Engländer, US-Amerikaner, Italiener und Kubaner. Viele dominikanische Landbesitzer verkauften ihr Land um dann darauf gegen Bezahlung arbeiten zu können. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][td_block_ad_box spot_id=“custom_ad_1″ spot_title=“Werbung“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]

1884 streikten die dominikanischen Zuckerrohrarbeiter, um höhere Löhne durchzusetzen. Sie legten die komplette Zuckerrohrproduktion lahm. Die Betreiber setzten Ausländer zur „Zafra“ ein. Überwiegend Arbeiter aus ehemaligen englischen und französischen Kolonien kamen in die Dominikanische Republik.

Durch die Preissenkungen für Zucker in den 20er Jahren ging man dazu über, fast ausschließlich haitianische Arbeiter zu beschäftigen. Schon unter Trujillo wurden Verträge mit der haitianischen Regierung abgeschlossen. Diese sollten den Schutz und die Rechte der haitianischen Arbeiter gewährleisten. Die Bezahlung der Arbeiter ging an die haitianische Regierung.

So wird es auch heute noch gehandhabt.

Für die Zafra 1984 wurden z. Bsp. 19.000 Haitianer eingekauft, zum Preis von 2.225.000 US$. Für Haitis leere Staatskassen ein lukratives Geschäft. Auch zu Abschiebzwecken, Haiti ist überbevölkert und eines der ärmsten Länder der Welt, werden Haitianer in die Dominikanische Republik “verkauft”. Dann kommen auch noch fast 100.000 „Illegale“ in der Dominikanischen Republik dazu, die offiziell totgeschwiegen werden.

Trotzdem hat sich ein lukratives Geschäft entwickelt an dem die Zwischenhändler auf beiden Seiten der Grenzen gut verdienen. Wer überhaupt nichts verdient sind die Haitianer.

Ein gesunder Mann kann maximal drei Tonnen Zuckerrohr täglich schneiden, bündeln und verladen. Die Gehälter werden alle 15 Tage in Form von u.a. Bezugsscheinen bezahlt, welche dann in kleinen „Tante Emma Läden“, den Colmados eingelöst werden können. Selbstverständlich gehören diese Colmados wiederum fast immer Dominikanern. Durst und Hunger werden mit dem Guarapo-Zuckerrohrsaft gestillt. Die Batteys bestehen aus Baracken in den Feldern, welche von Dominikanern kontrolliert werden.

Haitianer bei Miches in den Bergen

Foto © Frank Marenbach

 

Die Umstände in den Batteys und auch die Form des „Auflesens“ von Haitianern für die Zafra sind schlimm.

Der Anti-Haitianismus ist sehr stark ausgeprägt. Dies ist vor allem auf geschichtliche, kulturelle und politische fundamentale Ereignisse – welche die dominikanische und haitianische Bevölkerung betreffen – zurückzuführen.

[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text] Beide Länder, da sie sich auf der selben Insel befinden, haben eine gemeinsame Vergangenheit. Dessen ungeachtet, mögen sie sich nicht. Angefangen hat dies, als die Franzosen Spanien verpflichteten, zunächst die Bodenschätze und später dann durch den internationalen Vertrag festgelegt, die Ostseite der Insel an Frankreich abzugeben. So entwickelten sich, wie selbstverständlich, zwei unterschiedliche Mentalitäten, mit unterschiedlicher Entwicklung. Seit Anfang des 17. Jahrhundert entwickelten sich auf der Insel Santo Domingo zwei verschiedene Völker. Die Westseite der Insel war in Besitz der Franzosen, angebaut wurde vor allem Zuckerrohr. Auf diesen Plantagen arbeiteten aus Afrika eingeführte Sklaven. Eine der reichsten Gegenden der Erde zu diesem Zeitpunkt. [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column width=“1/2″][vc_column_text] Die Westseite der Insel war in Besitz der Franzosen, angebaut wurde vor allem Zuckerrohr. Auf diesen Plantagen arbeiteten aus Afrika eingeführte Sklaven. Eine der reichsten Gegenden der Erde zu diesem Zeitpunkt. [/vc_column_text][/vc_column][vc_column width=“1/2″][td_block_ad_box spot_id=“custom_ad_1″ spot_title=“Werbung“][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text] Im Ostteil der Insel entwickelt sich eine kapitalistische Gesellschaft mit Viehzucht unter den Spaniern. Beide Seiten entwickeln sich trotz der sozialen und politischen Unterschiede. Wirtschaftlich waren beide Länder auf einander angewiesen. 1804 wurde Haiti unabhängig. Vorher schon gab es in mehreren französischen Kolonien Unruhe. Im Vertrag von Basel 1801 gehörte der Westteil ja schon den Franzosen, so pochten die Haitianer 1804 auf ihr Recht: Louverture im Jahre 1801 und Dessalines kurz darauf. Dieser beharrte auf den Anspruch Frankreichs „ist den Franzosen“ womit ohne Zweifel einer der Gründe der Feindschaft beider Rassen gelegt wurde. Erst 1821 begannen die Dominikaner sich zu ersten Mal als Nation zusammen zu tun. Auch die Hautfarbe spielt eine entscheidende Rolle. Eines der Hauptschauplätze war das Massaker 1937 unter Trujillo, wobei mehr als 10.000 Haitianer umgekommen sind und das wegen einem Wort: „Perejil“. Auf deutsch heißt dieses Wort Petersilie. Die Haitianer können das „r“ und „ji“ nicht so perfekt aussprechen wie die Dominikaner. Viele Dominikaner sind negativ gegen die Haitianer eingestellt. Ein anderer Grund ist die „billige“ Arbeitskraft. Die Haitianer arbeiten nicht nur auf den Zuckerrohrplantagen, sondern auch im Bauwesen, Straßenbau und in den Haushalten der dominikanischen Bevölkerung. Die haitianische Arbeitskraft ist um die Hälfte billiger wie die dominikanische.

„Der Südwesten“, Reiseführer Dominikanische Republik.

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